Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Bad Kreuznach
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Bad Kreuznach

P R E S S E E R K L Ä R U N G

 

 

Öffentlich Reden

 

Ein Zwischenruf

 

 

In letzter Zeit gab es in unserer Stadt mehrfach öffentliche Äußerungen in Bezug auf Menschen ausländischer Herkunft, die pauschal urteilten, provozierten und polarisierten. Dies veranlasst uns als Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Bad Kreuznach zu folgender Erklärung:

 

Sprache als Gabe Gottes

 

Sprache ist eine Gabe Gottes. Nach dem Zeugnis der Bibel wirkt Gott als Schöpfer und Retter durch sein Wort. Gott schuf die Menschen "zu seinem Bilde" (1. Mose 1,27) - als sprachbegabte Wesen, um sein Wort zu vernehmen, einander zu verstehen und in Frieden und Gerechtigkeit zusammen zu leben. Worte sollen dem Leben dienen.

 

Gute Worte können aufbauen, ermutigen, trösten, segnen und dem Leben dienen - schlechte Worte aber können verletzen, herabwürdigen, verurteilen, verspotten und dem Leben schaden. Darum warnt die Bibel vor falschem, schädlichem Reden:  "Behüte deine Zunge vor Bösem und deine Lippen, dass sie nicht Trug reden." (Psalm 34,14)

 

Wir alle tragen Verantwortung für unseren Sprachgebrauch!

 

Heute existieren ganz andere kommunikative Möglichkeiten als zu biblischen Zeiten. Digitale Vernetzung und soziale Medien führen dazu, dass jeder sich ohne zeitliche Verzögerung und räumliche Beschränkung öffentlich äußern kann. Dies birgt Chancen - und Risiken. Stimmungen und Meinungen werden rasch verstärkt. Dabei verleitet die relative Anonymität zu unbedachten Äußerungen.  Die Hemmschwelle sinkt, sich abfällig über andere zu äußern. Teilweise ist eine beklagenswerte Verrohung der Sprache zu verzeichnen. Umso größer ist die Verantwortung, die jeder einzelne hinsichtlich des eigenen Sprachgebrauchs trägt! Dazu gehört auch, sich unter Umständen gegen Äußerungen auszusprechen, die den gesellschaftlichen Frieden bedrohen.

 

Menschen, die im öffentlichen Leben stehen, tragen besondere Verantwortung

 

Menschen, die im öffentlichen Leben stehen, kommt hinsichtlich ihres Sprachgebrauchs ein besonders hohes Maß an Verantwortung zu. Sie haben eine Vorbildfunktion. Wenn sie sich öffentlich auf stimmungsmachende, polarisierende Weise äußern, entsteht der Eindruck, solche Formen der öffentlichen Rede seien "salonfähig". Umgekehrt kann das rechte Wort zur rechten Zeit helfen, Spannungen abzubauen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

 

Gottes Geist befähigt zu einem Reden, das dem Leben dient

 

Gottes Geist ist ein Geist, der Verständigung schafft: Verstehendes Hören, verständliches Sprechen. Die Apostel wurden von diesem Geist erfüllt, um Menschen aller Sprachen und Nationalitäten die frohe Botschaft von Gottes versöhnendem, befreiendem Handeln zu verkündigen. Darum feiern an Pfingsten in unserer Stadt Christen verschiedener seit Jahren die Gabe des Geistes Gottes, der hilft, Trennungen zu überwinden und einander in aller Unterschiedlichkeit zu verstehen und anzunehmen. Wir glauben: Christen empfangen durch die Taufe und in jedem Gottesdienst den Geist Gottes, um gemeinsam das erneuernde, hoffnungspendende Wort Gottes zu bezeugen und weiterzugeben - in Wort und Tat.

 

 

Wie sollen wir öffentlich reden?

 

Nach unserer Auffassung sollte öffentliches Reden

 

- verbinden, statt zu trennen, zu spalten, zu polarisieren;

- sachliche Auseinandersetzungen konstruktiv fördern, statt Stimmungen zu bedienen;

- konkrete Sachverhalte klären, statt pauschal zu urteilen;

- Verständigung fördern, statt verächtlich und abfällig über Menschen oder  Menschengruppen zu sprechen;

- Vertrauen stärken, statt Misstrauen oder gar Hass zu säen;

- besonnen, umsichtig, diszipliniert, verantwortungsbewusst und selbstkritisch sein, statt leichtfertig und zügellos.

 

Solches Reden ist nicht leicht. Es muss geübt werden. Den Geist, der zu solchem  Reden befähigt, dürfen wir von Gott erbitten:

 

Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

 

Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Bad Kreuznach

29. August 2018

„heute show“ vom 6.4. –  ein intellektueller Tiefpunkt

 

 

Streiten macht Spaß. Ja, es gehört geradezu zum Profil des Christentums, pointiert für Wahrheiten einzustehen. Natürlich gehört zu einem pfiffigen Schlagabtausch ein möglichst versierter Streitpartner. Witzig und mit treffsicherem Humor Streitfragen zu erörtern, das ist eine Kompetenz, die wir bei der Moderation einer „heute show“ erwarten.

 

Am 6.4. warteten wir vergebens. Die Kalauer über das Kreuz Jesu und das letzte Abendmahl hatten einen so langen Bart, dass man nur gelangweilt nach der Fernbedienung griff.

 

Schon mal was vom gekreuzigten Frosch von Martin Kippenberger gehört? Sehenswert! Oder die frühe römische Karikatur: Ein Gekreuzigter mit einem Eselskopf.  Schon ein alter Hut. Alles längst dagewesen.

Und wie oft ist das Abendmahl bereits in alternativer Formation gezeigt worden. Renato Casaro ist mit seiner Monroe Version bekannt geworden und es folgten viele andere Versionen. Und nun – gähn- dieser niedliche Hase in der Mitte der Jünger. Nicht gerade eine brandneue Idee, aber Jesus hätte darüber bestimmt gelacht.

Um der – graphisch leider schlecht gemachten - Hasen Collage zumindest einen interessanten Streitpunkt abzugewinnen, betrachten wir die Sache mal aus einer anderen Perspektive:

Offenbar gefällt sich der Moderator als Anwalt von Atheisten in Deutschland. Atheisten- aufgepasst! Da hattet ihr schon mal coolere Anwälte! Denn was ist cool daran, sich über das Leiden eines Menschen lustig zu machen? Wo fängt der Spaß an – und wo hört er auf?

 

Ein schwer Gefolterter wird im Rahmen dieser Sendung öffentlich verspottet.

Habt Ihr sie eigentlich nicht mehr alle? Selbst wenn mir der christliche Glaube fremd wäre: Mobbing ist ein absolutes no go!

 

Und Ist es wichtig, ob der öffentlich Verspottete Jesus heißt oder Raif Badawi?

 

Wenn es gegenüber dem einen Gefolterten keinen Respekt mehr gibt, warum dann gegenüber dem anderen?  Werden jetzt auch Witzchen folgen über Aktivisten, die sich für Menschenrechte engagieren? Vielleicht über Gefangene, die amnesty international vertritt? Der nächste Schritt wäre, generell über Schwache, Kranke, Leidende zu lästern. Sie müssen ja keine Helden sein. Nietzsche lässt grüßen!

Selbst wenn sich das Niveau der heute show in einer bedauerlichen Abwärtsbewegung befindet – Kalauer auf Kosten von Leidenden wird sich auch dieser Sender nicht leisten.

 

Respekt vor Leidenden also ja – aber das arme Jesulein muss trotzdem immer herhalten? Vielleicht klärt der Moderator mal seine Ressentiments gegen Christen bevor er sich das nächste Mal blamiert.

 

Susanne Storck

Kirchen und Gewerkschaften ziehen an einem Strang

"Es schlägt 13": Kirchenglocken in der Innenstadt mahnen Sonntagsruhe an

Am Sonntag, 29.11.2015, dem 1. Advent, läuten um 13.00 Uhr die katholischen und evangelischen Stadtkirchen fünf Minuten gemeinsam. Heilig Kreuz und Sankt Nikolaus läuten zeitgleich mit den Glocken der Pauluskirche, der Matthäuskirche und der Diakoniekirche. Damit möchten die christlichen Kirchen ein unüberhörbares Signal für eine Heiligung des Sonntages als Festtag setzen.


„Die Adventzeit gibt es nur, weil es eine christliche Tradition ist", erläutert Pfarrerin Susanne Storck, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Bad Kreuznach (ACK). Shoppen am 1. Advent missachtet den besonderen Wert dieses Feiertages, der eine 2000-jährige Tradition hat. „Für Christen beginnt weltweit mit dem 1. Advent ein neues Kirchenjahr. Jetzt ist Zeit für Ruhe, Zeit zum Reden und Feiern, dass sich Gott selbst auf den Weg macht zu uns. Unsere Stadt gewinnt Profil durch eine Politik, die diese wesentliche Werte schützt - und ein Dauershoppen stoppt."

Die Innenstadt-Kirchen läuten auch deshalb Sturm, weil ihr Veto zur Öffnung der Geschäfte am 1. Advent von Seiten der Stadt keine Beachtung fand. ACK, DGB und Katholische Arbeiterbewegung (KAB) vertreten gemeinsam in der Allianz für den freien Sonntag in Bad Kreuznach die Rechte derjenigen, die im Verkaufsbereich tätig sind. „Wir sind nicht gegen Sonntagsarbeit, die im Dienst von Menschen steht", betont Rita Schmitt vom DGB. Anders verhält es sich mit der Öffnung von Geschäften am Sonntag. Hier schützt der Gesetzgeber ausdrücklich die Feiertagsruhe: „Deshalb protestieren wir gegen unnötige Sonntagsarbeit, die ausschließlich an Gewinnmaximierung orientiert ist" , so Rita Schmitt.

„Wir hoffen, dass Entscheidungsträgern der Stadtverwaltung Bad Kreuznach ein Licht aufgeht," hofft Rudi Herrmann, KAB. 

Quelle:
Volker Metzroth
http://www.hanz-online.de/de/newsintro_startseite/es-schlägt-13-kirchenglocken-in-der-innenstadt-mah_ihhojv67.html?s=M6Fn5s17jrCzypi5z

Gottesdienstplan der ACK Gemeinden

Gottesdienstplan der ACK Gemeinden
Godi-Ordnung ACK Schaukasten.pdf
PDF-Dokument [357.3 KB]
Reformation und Bild
Bild-und-Bibel_Arbeitshilfe-2015.pdf
PDF-Dokument [1.6 MB]
Festlicher Gottesdienst am Pfingstmontag, 25. Mai 2015

"Wir haben verschiedene Konfessionen, aber wir glauben gemeinsam an den einen Gott. Wir haben verschiedene Gaben, aber wir können gemeinsam Gutes tun!" Bei der Vorbereitung des ökumenischen Gottesdienstes, den die ACK Bad Kreuznach seit vielen Jahren am Pfingstmontag feiert, sind viele dieser Einsicht gefolgt. Hunderte farbenfrohe Wollstücke wurden gestrickt und gehäkelt in Vorbereitung des Gottesdienstes. Zunächst wurden sie zu bunten Patchworkdecken zusammengefügt. Dann schmückten sie am Pfingstmontag den Altarraum in Heilig-Kreuz und - wie man sieht - auch einen Teil der Pergola vor der Heilig-Kreuz-Kirche. Schließlich wurden die Decken an Bedürftige in unserer Stadt weitergegeben.Wenn Sie sich an dieser Aktion beteiligt haben, sagen wir Ihnen noch einmal ein sehr herzliches Dankeschön!

"Bei Gott gibt es keine losen Fäden." Weltweit gibt es ein tragfähiges Beziehungsnetz christlicher Gemeinden: Christen unterschiedlicher Konfession setzen sich gemeinsam für Menschen ein, die einen Anknüpfungspunkt brauchen, einen "losen Faden", damit möglichst niemand durch die Maschen fällt.

Besuch von Pfarrer Alexej Veselov, russisch-orthodoxe Gemeinde Bad Kreuznach, im April 2015
Druckversion Druckversion | Sitemap
© Arbeitskreis Christlicher Kirchen Bad Kreuznach